Corinna Preisberg
Regie & Theaterpädagogik

Rico, 11, ist »tiefbegabt«, das heißt, er denkt zwar viel, aber es dauert immer etwas länger als bei anderen Leuten. Und wenn er aufgeregt ist, kann es schon mal passieren, dass die Bingokugeln in seinem Kopf durcheinanderkommen.

Oskar, Ricos bester und einziger Freund, ist hochbegabt. Alles weiß er besser, aber da für ist er übervorsichtig und schickt gerne seinen naiven Freund vor, wenn es brenzlig wird. Gemeinsam leben sie in Berlin-Kreuzberg, erleben jede Menge Abenteuer und klären schwierige Kriminalfälle auf.


Diesmal geht es um den toten Nachbarn Fitzke. Der hat Rico überraschenderweise seine geliebte Steinsammlung vererbt. Als ein Unbekannter in Fitzkes Wohnung einbricht, folgen die beiden Jungen heimlich seiner Spur und gelangen auf ziemlich abenteuerliche Weise sogar bis an die Ostsee.

Dabei wird ihre Freundscha ft auf eine harte Probe gestellt. Mit viel Herz und Witz erzählt Rico diese Freundschafts- und Detektivgeschichte.

Mit Rico, Oskar und der Diebstahlstein beschert Andreas Steinhöfel, einer der führenden Kinder- und Jugendbuchautoren, dem neuen Traumpaar Rico und Oskar ein fulminantes Finale seiner Trilogie.

Und das sagt die Presse: Von Marion Gottlob

Jetzt zeigt das Ensemble des Jungen Theaters die Detektiv-Story in einer Bühnenfassung von Karoline Felsmann. Nun ist es schwierig, ein erfolgreiches Buch auf die Bühne zu bringen. In Heidelberg hat sich das Risiko gelohnt. Die fünf Schauspieler spielen unter der Regie Corinna Preisbergs mit Hingabe und rasantem Witz... Es ist preisverdächtig, wie Benjamin Nowitzky als Rico und Martin Schnippa als Oskar die Freunde spielen, die sich in der Tristesse ihres Daseins nichts vergeben. Ohne Schonung zeigen sie die Hässlichkeit des Daseins als Trennungskinder. Das ist lustig und schmerzlich zugleich...

Köstlich, wie mit den Mitteln von Slapstick die Verfolgungsjagd an die Ostsee dargestellt wird. Ein Lob an Massoud Baygan, Julia Apfelthaler und Peter Lindhorst, die von einer Rolle in die nächste schlüpfen. Mehr als vergnüglich: Julia und ihr Macker Justin, deren Glück an dem gestohlenen Stein hängt. Anerkennung für das quietschbunte Bühnenbild von Jasna Bosnjak...

Der Vater (Peter Lindhorst als schwächlicher Erwachsener,klasse!) versöhnt sich mit seinem Sohn: "Es ist nicht leicht, der Vater von einem Sohn zu sein, der klüger ist."

Das Happy-End wird komplett, als die Freunde doch noch den kostbaren Stein entdecken. So hat das Stück am Ende noch eine Moral: Freundschaft und Treue führen irgendwie, man weiß nicht genau wie, zum "Stein der Weisen", den andere in ihrer Habgier nicht finden. Viel Premieren-Applaus.

Mit: Pedro Stirner/ Benjamin Nowitzki(UA),

Paul Brusa/ Martin Schnippa(UA),

Massoud Baygan, Peter Lindhorst,

Julia Lindhorst-Apfelthaler

REGIE: Corinna Preisberg

AUSSTATTUNG: Jasna Bosnjak

DRAMATURGIE: Viktoria Klawitter

BÜHNENFASSUNG: Karoline Felsmann

Fotografie: Susanne Reichardt  

UA-Premiere: 22.02.2015

WA-Premiere: 11.10.2015

Junges Theater Heidelberg

Weitere Termine:

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